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Automobilslalom Regeln, Klassen ……

Hallo,

auf der folgender Homepage finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Automobilslalom:

www.ewo-motorsport.de/texte/slalom.htm
Slalom ist die ideale Sparte für Motorsport-Einsteiger.

Kosten- und Zeitaufwand halten sich wirklich in Grenzen, so das Slalom im Vergleich zu allen anderen Motorsportarten sehr kostengünstig zu betreiben ist. Die Tatsache, dass es mit fast jedem Auto (auch dem normalen Alltagsauto) betrieben werden kann, macht es so interessant. Im Slalomsport wird relativ wenig am Fahrzeug überlastet oder frühzeitig zerstört. Das fahrerische Können geht stärker in den Wettkampf ein, als die technische Ausrüstung. Höhere Motorleistung ist keine Garantie für einen Sieg, was bei einem Rundstreckenrennen schon eher angenommen werden kann.
Unterschiedliche Fahrzeugklassen sorgen für eine größtmögliche technische Gerechtigkeit im Wettstreit. Ob Einsteiger oder schon Hobbyfahrer seit Jahren, man kann mit nahezu jedem Auto Slalomsport betreiben. Meist genügen wenige Veränderungen um aus dem Alltagsauto ein Sportgerät zu machen. Aber auch vollständige Serienkutschen sind am Start. Näheres zu den im Slalom gängigen Fahrzeugklassen gibt es später.
Slalomsport ist entweder eine langanhaltende Freude für alle, die Motorsport mit überschaubaren finanziellen Mitteln wollen, oder dient als perfektes Sprungbrett für den “großen” Motorsport. Wer im Slalom Motorsport gelernt hat und erfolgreich ist, hat alle fahrerischen Voraussetzungen für andere Einsatzmöglichkeiten. Nur die perfekte Fahrzeugbeherrschung führt zum Erfolg.
Der DMSB hat für die höchstwertigen Serien in Deutschland zwei Webseiten eingerichtet:

Für die Deutsche Meisterschaft (DM): http://www.dm-slalom.de
Für die Deutsche Rennslalom-Meisterschaft (DRSM): http://www.rennslalom-meisterschaft.de

Veranstalter von Slaloms sind u.a. die vielen ADAC-Ortsclubs. Auf Beton- oder Asphaltflächen werden bis zu 5 Kilometer lange Kurse aufgebaut, die dann einen Start- und einen Zielpunkt haben. Ziel ist das schnellstmögliche Durchfahren dieser vorgegebenen Strecke. Die Strecke wird einzeln befahren. Slalom heißt es deshalb, weil die Strecke fast nie geradeaus geht. Es sind kleine und heftigere Kurven eingebaut. Dies geschieht z.B. mit Pylonen. Diese rot-weissen Hütchen sind aus Gummi und daher unschädlich fürs Fahrzeug, sollten aber stehen bleiben. Bei Umwerfen eines Pylons werden 3 Sekunden zur Fahrzeit hinzugezählt. Die Fahrzeiten werden mit Lichtschranken gemessen, und sind daher sehr exakt. Es werden immer drei Durchgänge gefahren. Der erste ist als Training zu werten, um die Strecke kennen zu lernen. Die Zeiten der beiden anderen Läufe werden später addiert und entscheiden über die Platzierung. Die Geschwindigkeiten die beim Slalom gefahren werden, hängen stark von der aufgebauten Strecke ab. Es gibt Veranstaltungen, bei denen meist der 2. und 3.Gang reicht. Viele Strecken, oft auf Flugplätzen veranstaltet, lassen aber auch höhere Geschwindigkeiten zu, ohne überhöhte Sicherheitsrisiken einzugehen. Kurse bei denen Geschwindigkeiten von 180km/h erreicht werden, kommen aber auch vor. Klar, dass ein Slalom bei hohen Geschwindigkeiten etwas ganz anders ist, als im Bereich unter Hundert. Die meisten Teilnehmer lieben diese Strecken auch besonders. Damit der Spaß noch größer wird, wird natürlich nicht nur mit Straßenreifen gefahren (aber auch solche Klassen gibt es!), sondern mit extra für den Slalomeinsatz konzipierten Rennreifen gefahren. Die kosten natürlich etwas mehr als normale Reifen, aber wenn man die richtigen Gummis gewählt hat, dann geht die Post auch wirklich ab. Es werden Kurvengeschwindigkeiten und Bremspunkte möglich, die mit Straßenreifen undenkbar wären. Das bringt erst den richtigen Kick. Und von einem Satz hat man in der Regel auch das ganze Jahr gut.
Dem völlig unbedarften Einsteiger bieten sich seit 2003 sehr preisgünstig und unkompliziert neue Möglichkeiten in Form der Clubsport-Slaloms. Diese sind nicht vom Deutschen Motorsport Bund “verwaltet”, sondern von der regionalen ADAC Sportabteilung genehmigt und sind somit ohne großen Schnickschnack. Gefahren werden kann mit JEDEM Fahrzeug. Technische Limits gibt es nicht. Unterschieden wird nach Leistungsgewicht. Dies ist das Verhältnis aus Gewicht und Leistung und ist die sportlich gerechteste aller Einteilungen.

Clubslalom
Der 2003 wiedergeborene Clubslalom soll dem Einsteiger die Hürde der DMSB-Bürokratie nehmen. Einerseits soll jeder kostengünstig den Slalomsport mit dem eigenen Fahrzeug mal testen können und andererseits muss dem regionalen Slalomsport wieder eine Szene gegeben werden, die nicht ständigen Wechseln unterliegt und Jahr für Jahr Ärgernisse bei den Fahrern produziert. Auf Basis des DMSB-Positionspapiers wurde eine pauschale Genehmigung erteilt, diverse Sportarten bis zu einer Streckenlänge von 1000m durch die regionalen Sportabteilungen des ADAC zu managen.
Ein Arbeitskreis des bundesweiten ADAC hat ein bundesweit geltendes Grundregelwerk für den Clubslalom erarbeitet. (Link zum ADAC-SH mit allen wichtigen Infos). Schleswig-Holstein hat im Verbund mit allen Norddeutschen ADAC-Regionalclubs den Freiraum dieser Grundausschreibung konkretisiert und die “Norddeutschen Ergänzungen” definiert (inkl. der Sportreifenliste). Es gibt grundsätzlich drei Startgruppen, die sich entweder an der Technik oder aber an der Fahrererfahrung orientieren:

1. Newcomer
2. Jedermann und
3. Offene Klasse.
Bei den Newcomern müssen die Fahrzeuge der STVZO entsprechen und es dürfen keine Sportreifen verwendet werden. Die Startberechtigung gilt maximal in zwei Kalenderjahren. Jedermann-Klasse heißt “Jedermann”, weil hier JEDER startberechtigt ist. Gefahren wird mit Fahrzeugen die der STVZO entsprechen. Eine Zulassung ist nicht zwingend erforderlich, die Zulassungsfähigkeit des Fahrzeuges muss aber durch den Brief (und TÜV/AU-Zertifikat) nachgewiesen werden. Die Fahrzeuge werden in drei Leistungsgewichtsklassen unterteilt, damit gerechter Sport möglich wird. Es wird das Gewicht durch die Leistung geteilt und die Zahl zur Einstufung verwendet. Alles andere ist quasi freigestellt, sofern es im Rahmen der STVZO liegt. Sportreifen dürfen auch verwendet werden, sofern sie der STVZO entsprechen. In der offenen Klasse sind alle Fahrzeuge startberechtigt, bei denen der technischen Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Es gelten Punkte in Anlehnung an das sehr freizügige Freestyle-Regelwerk.

Gruppe G
Die Fahrzeuge müssen zum Straßenverkehr zugelassen sein, vollständig der STVZO entsprechen und somit alle Änderungen und Anbauten TÜV-legalisiert sein. Alternativ wird dieses auch über einen DMSB-Wagenpass erreicht. Rote Nummern, Zoll-Kennzeichen und ausländische Zulassungen werden nicht anerkannt. Startberechtigt sind alle Fahrzeuge die in der DMSB-Fahrzeugliste geführt werden. Sollte ein Fahrzeug nicht enthalten sein ist der Nachtrag möglich (DMSB, Abt. Technik).
Es sind mit Ausnahme der wenigen erlaubten Änderungen, nur serienmäßige Fahrzeuge zugelassen. Die Fahrzeuge werden nach ihrem Leistungsgewicht (LG) eingeteilt. Gewicht geteilt durch Leistung. Gewertet wird das tatsächliche Gewicht. Erläuterungen zur Einstufung in die LG-Klasse und der Fahrzeugliste gibt es auf der Hompage des DMSB.

Felgengrößen sind bei allen Fahrzeugen bis zu einer Breite von 7 Zoll Breite freigestellt. Eine Eintragung ist dabei vorausgesetzt. Veränderungen am Kotflügel sind dabei nur in sehr kleinen Dingen möglich (Kanten anlegen, leichtes Weiten o.ä.). Die Reifengröße ist freigestellt. Was auf der Felge vom TÜV genehmigt wird, ist in Gruppe G erlaubt. Die erforderliche Mindest-Abdeckung ist im Sportregelwerk allerdings strenger als beim TÜV.
Distanzscheiben sind nicht erlaubt.
Am Motor dürfen eigentlich keine Änderungen vorgenommen werden. Eigentlich heißt aber nur eigentlich. Im Rahmen der Werkstatt-Toleranzen kann der Motor sehr wohl optimiert werden. Die erreichte Mehrleistung darf aber 5% nicht überschreiten und es dürfen auch keine serienfremden Teile verbaut werden. Ausnahmen hiervon bilden Zündkerzen, Drehzahlbegrenzer (auch Chip-Anpassung ist ist in diesem Punkt erlaubt), Thermostat, Dichtungen sofern nicht das Verdichtungsverhältnis geändert wird.
Die Abgasanlage ist freigestellt. Getriebe und Differentiale dürfen nicht verändert werden. Sperren dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie in gleicher Art auch ab Werk z.B. als Sonderausstattung lieferbar waren.
Die Bremsbeläge sind freigestellt, müssen aber mit ABE oder amtlichem Prüfzeichen (E-Zeichen, KBA-Nummer) sein.
Das Fahrwerk darf verändert werden. Im Rahmen der STVZO sind auch Gewindefahrwerk erlaubt.
Als Reifen sind Slicks erlaubt (gilt nicht für den Rallyesport). Die Wahl der Reifen ist von entscheidender Bedeutung. Es nützt weder Leistung, noch perfekte andere Technik, wenn das Gummi nicht den Grip bringt den man braucht. Bridgestone hat in den letzten Jahren immer wieder ein goldenes Händchen bewiesen. Der Typ RE540 ist seit Jahren der Referenzreifen im Straßenrennsport und der Nachfolger RE55 übertrifft die Eigenschaften nochmals. Die Slickreifen (eine aus dem Formelsport für uns übernommene Konstruktion) zeigen ebenfalls, dass Bridgestone erste Wahl ist. Hier das aktuelle Angebot von EWO-Motorsport.
Ein Tipp der einerseits Freiraum zum taktieren bringt andererseits aber den Neueinsteigern bzw. Umsteigern aus der Clubsport-Szene den DMSB-Slalom schmackhaft machen kann ist der Reifenbonus: Wer in der Gruppe G mit Sportreifen fährt, darf eine Klasse tiefer fahren als es sein Leistungsgewicht eigentlich vorgibt. Also ein G3-Fahrzeug darf mit Sportreifen in der G4 starten.
Kraftstoff muss handelsüblich, bleifrei und nach DIN EN 228 sein -> also Zapfsäule und keine Spezialmischung!
Bei der Karosserie darf neben kleineren Spoilerveränderungen und Kotflügelmanipulationen nicht viel verändert werden. Richtige Kotflügelverbreiterungen sind erlaubt, wenn man eine Umstufung in die nächsthöhere Leistungsgewichtsklasse in Kauf nimmt. Ebenso ist der Fahrgastraum fast vollständig im Serienzustand zu belassen. Sitze und Gurte dürfen und sollten dagegen schon für den Sporteinsatz angepaßt werden.
Eine Überrollvorrichtung ist im Slalomsport empfohlen aber nicht vorgeschrieben. Sollte eine eingebaut werden, so sind die Auflagen hierzu vorab nachzulesen. Im Rallyeeinsatz ist eine Überrollvorrichtung vorgeschrieben.
Im Übrigen gilt hier wie auch in anderen Gruppen: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist quasi verboten. Die Kunst des Schraubens liegt darin das technische Regelwerk genauestens zu studieren und jedes Detail im Sinne des Einsatzes zu planen. Eine nicht zu vernachlässigenden Aufgabe.

Gruppe F2005

Die Fahrzeuge müssen zum Straßenverkehr zugelassen sein, vollständig der STVZO entsprechen und somit alle Änderungen und Anbauten TÜV-legalisiert sein. Eine Zulassung ist nicht unbedingt erforderlich, da auch über einen DMSB-Wagenpass die Technik dokumentiert werden kann. Rote Nummern, Zoll-Kennzeichen und ausländische Zulassungen werden nicht anerkannt.

Im Übrigen gilt hier wie auch in anderen Gruppen: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist quasi verboten. Die Kunst des Schraubens liegt darin das technische Regelwerk genauestens zu studieren und jedes Detail im Sinne des Einsatzes zu planen. Eine nicht zu vernachlässigende Aufgabe.

Die Freiheitsgrade der Gruppe F2005 sind schon so erheblich, dass der Kostenfaktor eine Rolle spielt. Man kann den Motor, das Getriebe, die Achsübersetzung, die Bremsanlage, das Fahrwerk, die Bereifung, die Karosserie, den Innenraum, die Auspuffanlage und, und, und nach Vorgaben des Regelwerkes modifizieren.

Als wohl wichtigste Eckdaten gelten dabei die Einhaltung des Hubraumes und des dazugehörigen Mindestgewichtes:

Die Tabelle stellt nur einen Ausschnitt dar. Werte unter 850ccm und oberhalb 3000ccm bitte aus dem Handbuch entnehmen. Turbo-Motoren erhalten einen Faktor von 1,7, Motoren mit z.B. G-Lader von 1,4 zur Hubraumermittlung.
Hubraum Mindestgewichte Max. Reifenbreite
Slalom Rallye
2V/Zyl >2V/Zyl
Über 850ccm bis 1000ccm 650 Kg 715 Kg 750 Kg 7 Zoll (178mm)
Über 1000ccm bis 1150ccm 680 Kg 750 Kg 810 Kg 8 Zoll (204mm)
Über 1150ccm bis 1400ccm 740 Kg 815 Kg 870 Kg 8 Zoll (204mm)
Über 1400ccm bis 1600ccm 825 Kg 910 Kg 960 Kg 9 Zoll (229mm)
Über 1600ccm bis 2000ccm 910 Kg 1000 Kg 1050 Kg 10 Zoll (254mm)
Über 2000ccm bis 2500ccm 1005 Kg 1100 Kg 1135 Kg 11 Zoll (280mm)
Über 2500ccm bis 3000ccm 1090 Kg 1200 Kg 1220 Kg 11 Zoll (280mm)
Über 3000ccm bis 3500ccm 1180 Kg 1300 Kg 1300 Kg 12 Zoll (305mm)

Diese Gewichte müssen (ohne Fahrer) eingehalten werden bis einschließlich Zieleinlauf. Der Einbau von Ballast ist grundsätzlich erlaubt, muss aber mit dem Boden fest verschraubt sein.
Als Reifen sind Slicks erlaubt (gilt nicht für den Rallyesport). Die Wahl der Reifen ist von entscheidender Bedeutung. Es nützt weder Leistung, noch perfekte andere Technik, wenn das Gummi nicht den Grip bringt den man braucht. Bridgestone hat in den letzten Jahren immer wieder ein goldenes Händchen bewiesen. Der Typ RE540 ist seit Jahren der Referenzreifen im Straßenrennsport und der Nachfolger RE55 übertrifft die Eigenschaften nochmals. Die Slickreifen (eine aus dem Formelsport für uns übernommene Konstruktion) zeigen ebenfalls, dass Bridgestone erste Wahl ist. Hier das aktuelle Angebot von EWO-Motorsport.

Details müssen unbedingt vor Beginn von Umbauarbeiten im Handbuch nachgelesen werden. Dieses Handbuch sollte jeder Aktive zu Hause im Schrank oder besser in der Werkstatt haben.

Bei Umbauten ist der eingangs erwähnte Satz “alle Änderungen und Anbauten TÜV-legalisiert” am Besten vorab mit einem TÜV-Menschen zu diskutieren. Es geht in der Regel einfacher, wenn man vorher fragt, was er sehen möchte, welche Papiere wichtig sind und man die “Schmerzgrenze” für die Eintragung auslotet. Auch empfiehlt es sich die Umbauten nicht zu kleckerweise dem TÜV vorzuführen, sondern ein größeres Paket zu planen und dann abnehmen zu lassen. Es wird erstens billiger und zweitens erkennt der Beamte dann eher, dass das Fahrzeug wirklich ein Wettbewerbsfahrzeug werden soll und nicht ein verkappter Straßenracer. Dieses Vorgehen öffnet so manche Tür.

Sollte eine Eintragung mal scheitern, nicht gleich verzagen und die Investition verfluchen sondern andere Wege probieren. Oft gibt es bei den Abnahmen Freiheitsgrade, die der eine Beamte ausnutzt und der andere nicht. Also fragen, fragen, immer wieder fragen.

Gruppe H

Die Fahrzeuge werden in der Regel über einen DMSB-Wagenpass dokumentiert. Selbstverständlich sind auch Fahrzeuge mit Straßenzulassung
(z.B. aus der Gruppe F2005) startberechtigt, haben aber meist keine reelle Chance zu gewinnen.

Die Freiheitsgrade der Gruppe H gehen noch einen erheblichen Schritt weiter als bei der Gruppe F. Eine wichtige Gemeinsamkeit ist die Einteilung nach Hubraum. Die Gewichte liegen hier aber noch weiter unten, sodass bei einigen Fahrzeugen schon erheblich in die Substanz eingegriffen werden muss, um ans Limit zu kommen.
Mit einfachem Herausschrauben ist es dabei nicht mehr getan.

Die Tabelle stellt nur einen Ausschnitt dar. Werte unter 850ccm und oberhalb 3000ccm bitte aus dem Handbuch entnehmen. Turbo-Motoren erhalten einen Faktor von 1,7, Motoren mit z.B. G-Lader von 1,4 zur Hubraumermittlung. (geänderte Regelung …hier ab 2010 gültig)
Hubraum Mindestgewicht Max. Reifenbreite
Slalom Rallye B
Über 850ccm bis 1000ccm 650 Kg 650 Kg 9 Zoll
Über 1000ccm bis 1150ccm 680 Kg 680 Kg 10 Zoll
Über 1150ccm bis 1300ccm 710 Kg 720 Kg 10 Zoll
Über 1300ccm bis 1600ccm 760 Kg 805 Kg 11 Zoll
Über 1600ccm bis 2000ccm 825 Kg 890 Kg 12 Zoll
Über 2000ccm bis 2500ccm 900 Kg 975 Kg 13 Zoll
Über 2500ccm bis 3000ccm 970 Kg 1060 Kg 13 Zoll
Über 3000ccm 16 Zoll
Diese Gewichte müssen (ohne Fahrer) eingehalten werden bis einschließlich Zieleinlauf. Der Einbau von Ballast ist grundsätzlich erlaubt, muss aber mit dem Boden fest verschraubt sein.

Weitere relevante Unterschiede zur Gruppe F sind z.B. die zulässigen Reifenbreiten. Die Angaben zum Maximum werden bei montiertem Reifen als Breite über alles gemessen. Als Reifen wird hier auch kaum etwas verboten. Ob nun ein abgefahrener profilierter oder ein nagelneuer Slick gewählt wird. Die Entscheidung liegt beim Teilnehmer. Der Reifen ist halt freigestellt. Klar dass mit Slicks die besten Zeiten gefahren werden. Aber wer es lieber als Allrounder angehen will, hat nicht für jede Variante einen speziellen Reifen und fährt halt auf einem preiswerten Kompromiss. Der Typ RE540 ist seit Jahren der Referenzreifen im Straßenrennsport und der Nachfolger RE55 übertrifft die Eigenschaften nochmals. Die Slickreifen (eine aus dem Formelsport für uns übernommene Konstruktion) zeigen ebenfalls, dass Bridgestone erste Wahl ist. Hier das aktuelle Angebot von EWO-Motorsport

Des Weiteren ergeben sich wesentlich höhere Freiheitsgrade im Umgang mit Kunststoffen für Fenster, Innenraum und Karosserie. Auch sind reinrassige Rennsportfelgen verwendbar, für die es sozusagen nie eine Straßenzulassung geben würde. Erlaubt ist was passt! So geht es in vielen Punkten des Regelwerkes zur Gruppe H. Dort steht dann lapidar “…ist freigestellt”.

Die Gruppe H ist also für den Fahrer, wie auch für den Zuschauer die interessanteste Gruppe. Es versteht sich von selbst, dass die Erstellung eines konkurrenzfähigen Fahrzeuges dieser Art auch einiges an Geld und vor allem technischen Sachverstand und Kreativität erfordert.

Im Übrigen gilt hier wie auch in anderen Gruppen: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist quasi verboten. Die Kunst des Schraubers liegt darin das
technische Regelwerk genauestens zu studieren und jedes Detail im Sinne des Einsatzes zu planen. Eine nicht zu vernachlässigende Aufgabe.

Details müssen unbedingt vor Beginn von Umbauarbeiten im Handbuch nachgelesen werden. Dieses Handbuch sollte jeder Aktive zu Hause im Schrank oder besser in der Werkstatt haben.

Gruppe FS

Diese Gruppe hat den höchsten Freiheitsgrad und ist vorgesehen für A-Veranstaltungen im Slalom und Bergsport.
Die Fahrzeuge werden in der Regel über einen DMSB-Wagenpass dokumentiert. Selbstverständlich sind auch Fahrzeuge mit Straßenzulassung unter gewissen Umständen startberechtigt, haben aber eher schlechtere Siegeschancen.

Auch hier erfolgt die Einteilung nach Hubraum. Gewichtslimits gibt es hier nicht. Es gilt also alles rauszuarbeiten was technisch möglich ist. Denn Gewichtsreduzierung ist immer noch die effektivste Tuningmethode.

Die Tabelle stellt nur einen Ausschnitt dar. Werte unter 850ccm und oberhalb 3000ccm bitte aus dem Handbuch entnehmen. Turbo-Motoren erhalten einen Faktor von 1,7, Motoren mit z.B. G-Lader von 1,4 zur Hubraumermittlung.
Hubraumklassen
Über 850ccm bis 1000ccm
Über 1000ccm bis 1150ccm
Über 1150ccm bis 1400ccm
Über 1400ccm bis 1600ccm
Über 1600ccm bis 2000ccm
Über 2000ccm bis 2500ccm
Über 2500ccm bis 3000ccm
Folgende Abmessungen sind vorgegeben:
Radstand mind. 1800mm max. 3000mm
Karosseriebreite max 2000mm
Fahrzeughöhe max 1600mm

Die Karosserie muss aus festem Material mit einer Dicke von mind. 0,5mm und max. 5mm gefertigt sein. Der Fahrgastraum muss einen geschlossenen Boden aus Metall oder Kohlefaser mit einer mind. Stärke von 0,5mm aufweisen. Die Karosserie muss vor dem Lenkrad mindestens bis zur Höhe der Lenkradmitte reichen und seitlich mindestens 40cm hoch sein, gemessen von der Ebene der Fahrersitzbefestigung. Alle mechanischen teile (Motor, Getriebe usw.) müssen von der Karosserie überdeckt sein.
Windschutzscheibe aus Verbundglas ist Vorschrift, Fahrertürscheibe muss aus Sicherheitsglas (auch entspr. Kunststoff) sein.
Die Sicherheitstechnik muss natürlich in jedem Fall beachtet werden. Sitze, Gurte, Käfig, Notaus, Feuerschutzwand usw. sind entsprechend den Bestimmungen auszuführen. Eine Feuerlöschanlage oder mind. ein 4 KG-Löscher ist vorgeschrieben
Der Grundsatz: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten hat in dieser Gruppe eine sehr weit reichende Bedeutung. Hier sind der Kreativität Tür und Tor geöffnet.

Details müssen unbedingt vor Beginn von Umbauarbeiten im Handbuch nachgelesen werden. Dieses Handbuch sollte jeder Aktive zu Hause im Schrank oder besser in der Werkstatt haben.

Gruppe SE
Die Fahrzeuge müssen zum Straßenverkehr zugelassen sein, vollständig der STVZO entsprechen und somit alle Änderungen und Anbauten TÜV-legalisiert haben.
Alternativ wird dieses auch über einen DMSB-Wagenpass erreicht. Rote Nummern, Zoll-Kennzeichen und ausländische Zulassungen werden nicht anerkannt.
Die Fahrzeuge werden in Hubraumklassen eingeteilt. Es können bis zu 18 Unterteilungen vorgenommen werden. In der Regel werden aber nur wenige vorkommen. z.B. bis 1000ccm, bis 1300ccm, bis 1600ccm, bis 2000ccm und über 2000ccm.
Turbo-Motoren erhalten einen Faktor von 1,7, Motoren mit z.B. G-Lader von 1,4 zur Hubraumermittlung.
Das technische Regelwerk lässt recht viel Freiraum. Am Motor sind quasi beliebige Veränderungen möglich.
Reifen müssen im B-Sport uneingeschränkt der STVZO entsprechen. Im A-Sport sind Slicks erlaubt. Die Wahl der Reifen ist von extrem entscheidender Bedeutung. Es nützt weder Leistung, noch perfekte andere Technik, wenn das Gummi nicht den Grip bringt, den man braucht. Bridgestone hat in den letzten Jahren immer wieder ein goldenes Händchen bewiesen. Der Typ RE540 ist seit Jahren der Referenzreifen im Straßenrennsport und der Nachfolger RE55 übertrifft die Eigenschaften nochmals. Die Slickreifen (eine aus dem Formelsport für uns übernommene Konstruktion) zeigen ebenfalls, dass Bridgestone erste Wahl ist. Hier das aktuelle Angebot von EWO-Motorsport.
Kraftstoff muss handelsüblich, bleifrei und nach DIN EN 228 sein-> also Zapfsäule und keine Spezialmischung! Die Bremsanlage ist nahezu freigestellt. Als Sicherheitsausrüstung sind übliche Gurte zu verwenden. Weitere Maßnahmen zur Sicherheit sind lediglich empfohlen.

Erläuterungen
DMSB-Wagenpass
Alternativ zur Straßenzulassung kann das Fahrzeug mit einem DMSB-Wagenpass versehen werden. Man spart dadurch die KFZ-Steuer und die Versicherungskosten, kann das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen aber nicht bewegen (nur mit roter Nummer).
Der Wagenpass wird vom DMSB ausgestellt und enthält das Fahrzeug beschreibende Daten. Notwendige technische Änderungen sind also auch weiterhin in den Brief einzutragen, sofern es sich um ein Gruppe G oder F2005 Fahrzeug handelt. Ein Fahrzeugschein hingegen existiert dann nicht mehr.

Quelle:www.ewo-motorsport.de

1. MSC Motorradausfahrt 2015

Hallo,
am 08.03.2015 trafen sich vier Mitglieder (Wolf-Rüdiger, Manfred, Matthias, Stefan) der Motorradgruppe des MSC Dr. Carl Benz zur ersten , gemeinsamen Ausfahrt. Von Ladenburg ging es über die Sandhofen auf die A 6 bis Grünstadt. Von dort sind wir hinauf zur Ruine Batenberg gefahren.

Nach einer kurzen Rast ging es parallel zur Weinstrasse durch die Weindörfer bis Bad Dürkheim. Von dort führte uns die Tour über Haßloch nach Speyer. Leider hatte sich der Hochnebel nicht aufgelöst, so dass der traditionelle Stop an einer Eisdiele in Speyer erübrigt. Von Speyer ging es über die B 9 zurück nach Ludwigshafen und Mannheim. Nach kleinen Tour von 240 km erreichten wir wieder Ladenburg.
Es war eine nette Ausfahrt durch die Weinberge der Pfalz, wir freuen uns schon auf die kommenden Touren in der Saison 2015

DSK Hockenheimring 07.03.2015

Am Samstag, den 07.03.2015 ermöglichte der DSK wieder mit einem Freien Fahren etliche Trainingsrunden auf dem Hockenheimring. 3 Gruppen mit Autos und eine Gruppe mit Motorrädern wechselten sich ab.
Ich hatte mich in der Motorradgruppe angemeldet, in der letztendlich ca. 30 Motorräder starteten.

2015 Hockenheimring DSK 003
Doch der Optimismus hinsichtlich des badischen Wetters bestätigte sich. Am Morgen waren die Autoscheiben noch gefroren, doch die Sonne brachte schnell eine Temperaturerhöhung. Doch beim ersten Umlauf war noch Vorsicht geboten, den Reifen und Strecke waren noch kalt. Nicht jeder aus der Gruppe beherzigte die Ratschläge der Instruktoren und so war schon für einen Teilnehmer nach 500 m der Trainingstag beendet.
Insgesamt hat es 4 Stürze gegeben, die aber alle ohne Verletzungen ausgingen. Auch die Materialschäden hielten sich bei den Zweirädern in Grenzen.
Natürlich stellte auch dieses Mal das schlechte Leistungsgewicht meiner Maschine ein Problem dar, doch dieses Jahr hatte ich super Reifen, die mir den erforderlichen Grip gaben.
Es ist schon beachtlich, wie moderne Motorräder aus den Ecken herausbeschleunigen. Auf meiner Onboardaufnahme kann man den Vergleich gut erkennen. Letztendlich konnte ich auch 2 Motorräder überholen. Ich habe dieses Jahr eine gute Linie gefunden und an einigen Stellen meine Performance deutlich verbessert.
Wer sich die Bilder der Veranstaltung ansehen möchte kann dies auf der Hompage des DSK unter Alben machen. Wie immer hat ein eifriger Fotograph schöne Szenen aufgenommen.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal, eine tolle Veranstaltung mit fairen Fahrern. Herzlichen Dank an den DSK und die Verantwortlichen vor Ort für die tolle Organisation.

Ausschreibung Clubslalom 2015

Hallo,

hier könnt Ihr euch die Nennformulare und die Ausschreibung unseres Automobilclubslaloms am 22.03.2015 auf der Kartbahn des MSC Nußloch. Es ist wieder eine Doppelveranstaltung, die wir gemeinsam mit AC Schriesheim durchführen.
Am Moregn findet der Bergsträsser Slalom des AC Schriesheim statt, ab 14:00 Uhr startet dann der Slalom des MSC Dr. Carl Benz Ladenburg.

01_Ausschreibung genehmigt

02_CS-Nennung

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und einen fairen Wettbewerb.