Archiv der Kategorie: Rallye

Hier berichten wir über unsere Teams und die Veranstaltungen an denen Sie teilnehmen.

Was ist Rallye?
Wenn man von Motorsport redet, denken viele an DTM, WTCC, Formel 1. Wenige denken an Rallye.
Rallyes führen in Deutschland noch immer ein Schattendasein. Bedingt auch durch die geringe Medienpräsenz. Was also genau ist eine Rallye?
Mit dem Ursprungssport hat eine heutige Rallyeveranstaltung wenig gemein. In den Anfängen als Sternfahrt ausgetragen, geht es heute auf mehreren, verschiedenen sogenannten Wertungsprüfungen um Bestzeiten. Gefahren wird dabei nicht gegen einen direkten Kontrahenten. Gegner ist in erster Linie die Uhr. Gestartet wird jeweils im Abstand von ein bis zwei Minuten. Natürlich bringt dieses Konzept Vor- und Nachteile mit sich. Startet ein Fahrer im Trockenen, kann der nächste bereits in einen Regenguss geraten. Es gibt zudem kein freies Training oder gar ein Qualifying. Und im Gegensatz zu anderen Motorsportdisziplinen wird im Rallyesport immer mit einem Beifahrer gefahren. Dieser muss ein Mindestalter von 15 Jahren haben.
Die Wertungsprüfungen werden meist am Tag der Veranstaltung, bei größeren Events etwa ein bis zwei Wochen vor Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben. Trainingsfahrten auf den Wertungsprüfungen sind generell verboten. Am Rennwochenende werden die Wertungsprüfungen dann von den Teams mit einer im Reglement festgelegten Höchstgeschwindigkeit (bei einer Rallye35 max.50km/h) abgefahren und dabei der Aufschrieb erstellt. Hier werden wichtige Informationen über Streckenverlauf, Kurvenradien, Beschaffenheit und weitere wichtige Punkte zusammengefasst. Jeder Fahrer hat hier sein eigenes Rezept. Die Aufgabe des Beifahrers ist es, aus diesen ganzen Informationen das „Gebetsbuch“ zu erstellen. Hier hat jeder Beifahrer seinen eigenen Stil, um alle Informationen in einer speziellen Kurzschrift in den Aufschrieb zu übernehmen.
Dann wird es ernst. Die Teams gehen einer nach dem anderen an den Start. Nun zeigt sich, wie gut die Vorbereitungsarbeiten beim Abfahren waren. Eine Rallyestrecke verzeiht keine Fehler. Hier gibt es keine Auslaufzonen, keine Reifenstapel, keine Boxencrew. Hier kann nur der schnell sein, der die perfekte Linie auf den unterschiedlichsten Untergründen findet. Ob Asphalt, Schotter, Waldweg. Wer hier sein Fahrzeug nicht genau platziert landet schnell im Straßengraben oder an einem Baum. Blindes Vertrauen zu seinem Beifahrer, macht hier den schnellen Fahrer aus. Die Informationen, die der Beifahrer im richtigen Timing seinem Fahrer „vorbetet“, müssen vom Fahrer präzise und schnell umgesetzt werden. Nur wer am Ende die beste Linie auf jeder einzelnen Prüfung gefunden und sich dabei keine Fehler erlaubt hat, steht am Ende ganz vorne.
Kurzum: Eine Rallye ist ein Teamsport, bei dem die Teams, bestehend aus Fahrer und Beifahrer gegen die Uhr antreten. Die beiden müssen sich dabei aufeinander absolut verlassen können. Der Beifahrer gibt mit dem Aufschrieb den Takt vor, auf den der Fahrer entsprechend agieren muss. Dieser Sport ist nichts für Eigenbrötler. Hier zählt reines Teamwork.

Autor: Marco Fleischmann

12. Rallye Warndt

Opel Rallye Warndt
Zwei Meisterschaften, ein Streicher – Pech im Warndt
Bei der gestrigen 12. Ausgabe der Rallye Warndt war unser Ziel nach dem Ausfall bei der Rallye Westerwald und den technischen Problemen bei der Rallye Birkenfeld, gute Punkte für die Meisterschaft zu sichern. Nachdem wir uns nach dem Ausfall von Platz 5 auf Platz 2 in der Saar-Pfalz Rallyemeisterschaft verbessern konnten, mussten wir nun noch den Anschluss an die Spitze mit Uwe und Marc Buhmann halten und den Abstand verringern. Auch in der Saarländischen Rallyemeisterschaft ging es darum wichtige Punkte zu sichern, um innerhalb der Top 4 zu bleiben.
Soweit zum Wunschziel.
Zwei Prüfungen, die wir so, oder so ähnlich bereits aus den Vorjahren kannten, sowie eine komplett neue Wertungsprüfung.
Von Beginn an standen wir unter großem Druck. Die Konkurrenz, allem vorweg Kai Stumpf, Andreas Heiser und Oliver Selmikeit machten ordentlich Speed. Nach der ersten Schleife fanden wir uns in der Klassenwertung auf Platz 5 wieder. Die zweite Schleife begann vielversprechend. Auf WP5 konnten wir unsere Zeit zum ersten Durchgang deutlich verbessern. Zumindest bis zur letzten Schikane. Anschließend rollten wir kraftlos ins Ziel der Wertungsprüfung. Ein bisher noch nicht genau identifizierter Defekt nahm uns sämtlichen Vortrieb und wir mussten den Astra erneut abstellen. Aus nach fünf Prüfungen.
Nun wird es langsam eng in den Meisterschaften. Die Streichergebnisse sind aufgebraucht. Jetzt zählen nur noch Ergebnisse.
Unser nächste Start ist am 4.Juli bei der Grabfeldrallye. Mit der Meisterschaft geht es am 18.7. bei der Rallye Rund um Losheim weiter.

Rallye Südliche Weinstrasse 2015

Opel Astra

Auftakt zur neuen Saison 2015
Der erste Start in die neue Saison. Der erste Start im neuen „Spielzeug“.
Würde alles funktionieren? Würde der „Neue“ bei seinem ersten Auftritt die Erwartungen in ihn erfüllen?
Das Wetter war perfekt für die Rallye Südliche Weinstrasse. Wobei perfekt in diesem Fall relativ ist. Ich persönlich hätte mich an diesem Wochenende auch über Schnee nicht beschwert. Das wichtigste Ziel war es, den „Neuen“ richtig kennezulernen und dabei eine gute Figur zu machen.
Die kompletten Wintermonate wurden dazu aufgewendet, den Astra auf unsere Bedürfnisse anzupassen.
Eine Woche vor Start die erste kurze Ausfahrt. Die letzten Arbeiten am Astra dann noch am Tag vor der ersten Veranstaltung.
Der erste Punkt an diesem Samstag Morgen war es, die vielen Fragen zu beantworten. Wobei, so viele waren es streng genommen nicht:
Wo ist der Kadett? Warum hast du nichts gesagt? Bleibt die Farbe so, nicht mehr rot/weiß?
Erstens: Der Kadett steht daheim.
Zweitens: Ich wußte bis eine Woche vor Start nicht, ob alles klappt und wir wirklich mit dem Astra an den Start gehen.
Drittens: Nein, die Farbe bleibt nicht so. Aber das Aussehen war uns in diesem Fall erstmal nur zweitrangig.
Dokumenten- und technische Abnahme waren schnell erledigt. Das Abfahren der Wertungsprüfung eher Pflicht als Kür – brachten die Prüfungen doch keine Neuerungen im Vergleich zu den Vorjahren.
Dann der Auftakt zur neuen Saison. Die erste Rallye für uns 2015, die erste Rallye zur Saar-Pfalz Rallyemeisterschaft und der Rheinland-Pfalz Meisterschaft. Startnummer 52.
Motor läuft, die Schaltung…. naja, hakt etwas. Die Bremsen….die sollten zum Knackpunkt werden. Die Bremsleistung war eher mittelmässig. Viel zu weich. Jeder Bremspunkt musste früher gesetzt werden. Und als ob das nicht genug wäre, hakte die Schaltung immer mehr und so ging bei den Schaltvorgängen weitere Zeit verloren. Wir nutzten die Prüfungen um uns an das Fahrverhalten des „Neuen“ zu gewöhnen. Auf WP5 konnten wir dann die Drittbeste Zeit in der F8 fahren. Auf WP6 gelang uns sogar die Zweitbeste Zeit in der mit 20 Startern besetzten Klasse. Am Ende holten wir uns zum Einstand den 7. Platz in der F8. Für uns ein gutes Ergebnis für den Auftakt und im Hinblick auf die aufgetretenen Probleme bleibt für uns ein positiver Blick auf die kommenden Rennen.
Autor: Marco Fleischmann

Rallyebericht Wertungsfahrt Unterland Hohenlohe

Die zweite Veranstaltung fand eine Woche später im Schwabenland statt.
Die Wertungsfahrt Unterland-Hohenlohe wurde dieses Jahr zum ersten Mal als
Bestandteil der SaarPfalz Rallymeisterschaft gefahren. Die Rallye zeichnete
sich durch eine Weinbergsprüfung aus, die von ihrer Charakteristik an die
Deutschland Rallye erinnerte. Die Prüfungen waren allesamt sehr schnell. Der
kleinste Fehler konnte schnell in einen der zahlreichen Gräben entlang der
Strecke enden. Eine saubere Linie war hier Pflicht.

02 Unterland Hohenlohe

Unsere Klasse war mit 27
Startern wieder sehr stark besetzt. Ein harter Kampf entbrannte und unser Ziel
am heutigen Tag war eine Platzierung in den Top10. Eine harte Rallye mit tollen
Prüfungen, aber einer eher mittelmäßigen Organisation. Wir hatten viel Spaß,
aber auch das eine oder andere Aha Erlebnis. Am Ende konnten wir uns über einen
6. Platz in der Klasse freuen. Und das, obwohl wir auch hier wieder mit
normalen Straßenreifen und einem

Getriebeschaden (erneut
der fünfte Gang!) zu kämpfen hatten.

Rallyebericht Südliche Weinstrasse 2014

Ende Januar diesen Jahres war noch klar, dass dieses Jahr nur die eine oder andere Veranstaltung gefahren werden soll. Stattdessen wollten wir dieses Jahr nutzen, um Auto und Technik umzubauen und für das nächste Jahr herzurichten. Anfang Februar war dann klar: Altes Auto, neuer Motor, neuer Beifahrer, das gleiche Programm. Bis Mitte März sind wir nun bereits drei Veranstaltungen gefahren.

Neues im Team:
Motor: Innerhalb eines halben Monats wurde der Motor komplett zerlegt und mit neuer Technik versehen. Die Einstellarbeiten des Motors sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Doch bisher leistet das neue Aggregat gute Dienste und läuft wie ein Uhrwerk.
Getriebe: Das Getriebe wurde ebenfalls komplett neu aufgebaut. Dennoch machte das Getriebe bisher bei jeder der drei Veranstaltungen erneut die größten Probleme. Zweimal verabschiedete sich wortwörtlich der fünfte Gang.
Beifahrer: Diese Saison steht in Kooperation mit dem MSC Alzey. Dominik Ramb war bisher erfolgreich im Kartracing Team Scheider unterwegs. Unter Anleitung von DTM Fahrer Timo Scheider nahm das Team 2013 an der ADAC Kart Masters und der Rotax Max Challenge teil. Nachdem man sich in verschiedenen Bereichen des Motorsports erkundigt hatte (Formel, Tourenwagen, Rallye), fiel Mitte Januar die Entscheidung, sich auf den Bereich Rallye zu konzentrieren. Der Opel Adam Cup stand ganz oben auf der Wunschliste. Ein entsprechendes Fahrzeug wäre sofort bereitgestanden. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben am Punktesystem der Meisterschaft. Beifahrer werden nicht gewertet. Den Fahrerplatz könnte er aber frühestens ab Juli übernehmen. So entschied man sich erste Erfahrung im Rallyesport auf dem Beifahrerplatz bei einem erfahrenen Fahrer zu sammeln. Bevor irgendwelche Fragen aufkommen: „Nein, ich weiß nicht, warum man sich dann für mich entschied 😉 “

01 Südliche Weinstrasse

Saisonauftakt:
Die erste Veranstaltung
führte uns am 22.Februar nach Edenkoben zur Rallye Südliche Weinstrasse. Wir entschieden uns in Blick auf den gemeldeten Regen auf normalen Straßenreifen (Federal RSR) zu starten. Die ersten Prüfungen blieben Trocken und wir hatten es nicht einfach, das nötige Tempo mitzugehen. Dennoch kämpften wir uns voran und fanden uns nach der ersten Schleife (3 WP’s) auf dem dritten Platz in der Klasse wieder. Pünktlich zur nächsten Schleife fing es dann an zu regnen. Die Strecke wurde spürbar schwieriger. Für uns war die Reifenwahl allerdings ein entscheidender Pluspunkt. Zumindest konnten wir uns so trotz eines defekten Getriebes (Ein großes Loch an der Stelle, an der normalerweise der 5. Gang sein sollte!) unseren dritten Platz bis ins Ziel retten und beendeten die erste gemeinsame Rallye auf Platz 34 von 77 gestarteten Teams.

 

Rallye Training in Völklingen 2013

Am 16.02.2013 startete unser Rallyeteam Marco Fleischmann und Niklas Schlüse in die neue Saison. Eine Woche vor der Rallye Südliche Weinstrasse konnten die Teams hier Ihre Fahrzeuge testen und die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Beifahrer trainieren.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch neue Ausrüstungsgegenstände getestet:

Das Rallyeteam hat neue Schuhe!
Das Rallyeteam hat neue Schuhe!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dieser Veranstaltung hat Marco auch einige „Gastbeifahrer“ mitgenommen. In rasanter Fahrt ging es über den engen Kurs über das alte Gelände der Schachtanlage Warndt im Saarland. Oft setzte Marco auf der Runde die Handbremse ein, um den Kadett gekonnt um die Ecken zu schmeißen. Die Beifahrer konnten sich einen Eindruck verschaffen, wie stark die Technik bei den Rallyeeinsätzen beansprucht wird.

In der Fotogalerie befinden sich die Impessionen vom Tag.

 

Für die kommende Saison wünschen wir unserem Rallyeteam viel Erfolg!