Archiv der Kategorie: Motorradreisen

Berichte über Motorradreisen der Clubmitglieder

BMW Treffen in Garmisch-Partenkirchen 2013

Auch dieses Jahr besuchten wieder einige Clubmitglieder das BMW Motorradtreffen in Garmisch Partenkirchen. Pünktlich zum 90 jährigen Jubiläum der Motorradsparte von BMW hatte der Wettergott Einsicht mit den Bikern. Die Alpenregion zeigte sich von der schönsten Seite. BMW hat anlässlich des Jubiläums ein Sondermodell hergestellt, die 90 S!

BMW R 90 S
BMW R 90 S

In Anlehnung an das Original (dieses war auch ausgestellt) fand die Maschine große Aufmerksamkeit.

BMW R 90 S
BMW R 90 S

Wir nutzen am Samstag das tolle Wetter und fuhren eine kleine Tour in das Karwendelgebirge. Zuerst ging es nach Wallgau und von dort entlang der wilden Isar zum Sylvensteinspeicher. Von dort fuhren wir ins Eng zum Ahornboden und machten eine zünftige Brotzeit.

Karwendelgebirge
Karwendelgebirge

Nach der Pause ging es am Speicher entlang in Richtung Lenggries und von dort zur Strasse am Walchensee.

Walchensee
Walchensee

Wir machten kurze Rast und beobachteten die Wassersportler bei ihrem Sport. Auf dem Rückweg begegnete uns der Motorradkorso und wir erreichten gegen 14:00 Uhr unser Hotel.

Am Abend ging es zum Festzelt und wir feierten eine gelungene Veranstaltung. 3 Bands auf dem Gelände sorgten für tolle Stimmung.

Musik am Lagerfeuer
Musik am Lagerfeuer

 

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3. Internationale Motorradausfahrt

Vom 30.06. bis 06.07.2013 nahmen 7 Fahrer an der 3. Internationalen Motorradausfahrt des MSC Dr. Carl Benz teil. Bei strömenden Regen ging es am Samstag in den Bayrischen Wald. Ca. 30 km vor unserem Hotel „Zum Bräu“ in Kollnburg hatten wir die Regenfront endlich hinter uns gelassen. In den restlichen Tagen zeigte sich die ostbayrische Region von ihrer schönsten Seite. Bei angenehmen Temperaturen ging es täglich auf die kleinen Straßen der deutschen und tschechischen Seite. Zweimal haben wir uns die Arberregion angeschaut und sowohl den kleinen, als auch den großen Arbersee besucht.

Pause an der  Eisdiele in Viechtach
Pause an der Eisdiele in Viechtach

In unserem Hotel konnten wir uns bei einem hervorragenden Wellnessangebot und abwechslungsreichen Essen von den Touren erholen. Natürlich wurden jeden Tag Benzingespräche geführt und das Erlebte diskutiert.

Kollnburg
Kollnburg

An einem Pausentag besuchten wir das Motorradmuseum in Kollnburg. Der ortsansässige Schreiner hat mit Leidenschaft eine nahezu komplette Sammlung der Marke „Zündapp“ aufgebaut. Seine Frau und sein Schwiegersohn führten uns mit viel Enthusiasmus durch die Sammlung. Einige von uns konnten ihre ehemaligen Fahrzeuge wieder ansehen und die dazu passenden Geschichten erzählen.

 

Zündapp-Museum Kollnburg
Zündapp-Museum Kollnburg

 

Am 05.07. ging es dann zum Graphitbergwerk nach Kropfmühle.

Graphitbergwerk Kropfmühl
Graphitbergwerk Kropfmühl

Wir nahmen an einer Führung teil, danach trennte sich die Gruppe. Zwei Teilnehmer fuhren von dort über Passau zum BMW Motorradtreffen nach Garmisch-Partenkirchen. Die restlichen Teilnehmer kehrten nach Kollnburg zurück und setzen ihre Touren fort. Am Samstag, den 06.07. kehrte diese Gruppe nach Ladenburg zurück.

 

2. Internationale Motorradausfahrt Paternion 2012

Am 30.06.2012 um 8:00 Uhr starteten 7 Motorradfahrer des MSC Dr. Carl Benz Ladenburg zur einwöchigen Motorradtour nach Paternion. Die Partnerstadt von Ladenburg erreichten die Motorsportler am 01.07.2012 gegen 17:30 Uhr. Auf dem Weg zum 1. Etappenziel wurden die kleinen Strassen der Schwäbischen Alb, des Allgäu und des Lechgebirges genutzt, so dass nach fast 8 h Fahrzeit eine Distanz von 450 km zurückgelegt wurde. Angesicht von Lufttemperaturen von über 35° Grad war dies eine grosse körperliche Belastung. Mit einer Zwischenübernachtung in St. Anton am Arlberg ging es dann über die Kitzbühler Alpen, die Tauern und die Nockberge nach Paternion. Auch diese Etappe forderte wieder enorme Anstrengungen an die Fahrzeuge und Fahrer, denn auch diese Etappe betrug über 430 km und das bei ebenfalls rekordverdächtigen Lufttemperaturen. So waren alle Teilnehmer froh, das Hotel Tell in Paternion endlichgegen 17:30 Uhr erreicht zu haben.

Manfred Eggert kühlt Wolf-Rüdiger Würtz ab!
Manfred Eggert kühlt Wolf-Rüdiger Würtz ab!

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Dusche und etlichen isotonischen Getränken erhielt die Gruppe noch am Abend Besuch vom Paternioner Bürgermeister. Nach der Begrüßung und der Übergabe einer Ladenburger Zeitung vom 29.06.2012 an den Bürgermeister, wurden Ausfahrtpläne für die kommenden Tage geschmiedet.

So ging es am Montag über den Wurzenpass nach Slowenien und über Kranjska Gora und den Vrsic Pass nach Soca.

Patrick Obert  auf dem Vrsic Pass
Patrick Obert auf dem Vrsic Pass

 

 

 

 

 

 

 

Von dort führte die Route über den Predil Pass nach Italien und über Travisio zurück nach Österreich. Kurz vor Paternion ging es noch über die Windische Höhe, nachdem wir uns zuvor bei einem Eis in St. Peter gestärkt und abgekühlt hatten.

Den Abend ließ die Gruppe im Hotel Tell der Fam. Michorl bei gutem Essen und Trinken ausklingen.

Nach drei anstrengenden Tourtagen wurde für den nächsten Tag eine kürze Ausfahrt mit Badepause am Weißensee vereinbart. Die nicht so anspruchvolle Route führte die Teilnehmer nochmals über die Windische Höhe und den Kreuzbergsattel nach Neusach am Weißensee. Dort ging es zum Baden über die Brücke an das südliche Seeufer.

Nach dem Baden teilte sich die Gruppe auf, einige fuhren direkt zur Unterkunft zurück, die anderen nutzten die Gelegenheit, das Porsche Museum in Gmünd zu besuchen. In Gmünd hatte Ferdinand Porsche lange gearbeitet und hier liegen die eigentlichen Wurzeln der Fa. Porsche.

Am Abend ließen wir uns wieder in Paternion mit Kärntner Spezialitäten verwöhnen. Bürgermeister Alfons Arnold schaute nochmals vorbei und bot sich als Tourguide für den nächsten Tag an. Mit grossem Hallo nahm die Gruppe das Angebot gerne an.

So ging es dann am Mittwoch, den 04.07 unter der Führung des Paternioner Bürgermeisters durch die Gemarkung Paternion und die Kärntner Seenlandschaft.

Mit Stolz zeigte H. Arnold die Gemeinde Rubland, die selbst Napoleons Truppen nie gefunden hatten (wir hätten diese auch nicht ohne unseren ortskundigen Führer entdeckt). Dann ging es zur Draufähre und dem Elternhaus von Franz Klammer. Nach einer Rast auf dem Mirnock führte die Tour über den Millstätter See , den Feldsee zum Ossiacher See. Dort wurde gevespert und gebadet bevor es zum Wörthersee weiterging. Dort parkten wir unsere Maschinen standesgemäß am Schlosshotel, direkt neben einer Gruppe englischer Supersportfahrzeuge.

Das Highlight des Ausfluges hatte sich Bürgermeister Arnold für das Tourende aufgehoben. Über eine winzige Zufahrtstrasse wurde der Klettergarten auf der Taborhöhe erreicht. Von dort hat man einen tollen, schattigen Ausblick auf den Faaker See.

Danach ging es zurück zum Hotel Tell und beim Abendessen wurden die ersten wehmütigen Blicke auf die zurückliegenden Touren und Erlebnisse  geworfen. Denn am Donnerstag begann für alle Teilnehmer die Rückreise.

Der größte Teil der Gruppe fuhr gemeinsam über die Tauern Panoramastrasse, den Gerlospass und das Zillertal zurück nach St. Anton am Arlberg. Dort wurde, wie auf dem Hinweg erneut ein Zwischenstopp eingelegt und die Teilnehmer erreichten Ladenburg am Freitag den 06.07, gegen 18:00 Uhr.

MSC Motorradgruppe mit Bürgermeister Arnold

Folgende MSC Mitglieder nahmen an der Ausfahrt teil:

Yvonne Schwanzer, Björn Voigt, Patrick Obert, Dieter Grunert, Wolf-Rüdiger Würtz, Manfred Eggert und Stefan Otto.

Die Eindrücke, Erlebnisse und Bilder werden im Herbst in der Benzgarage dem interessierten Publikum geschildert bzw. vorgeführt.

 

Motorradrundreise Italien 2011

Hallo,
am 30.09.2011 startete ich zu einer Rundreise durch Italien. Der erste Etappe führte mich von Ladenburg über den Brenner zum Südende des Gardasees nach Lazise.
Ich fuhr von Ladenburg aus über die Autobahn, den Fernpass zum Brenner. In Sterzing meldete sich das Navi und es führte mich über das Penser Joch nach Bozen, da auf der Brennerautobahn ein baustellenbedinger Stau angekündigt war.

Fotostop an der Passhöhe

Von der Passhöhe (2211 m ü. NN) geht es hinunter in Richtung Bozen:
Die Südseite des Passes in Richtung Bozen

Für mich das eine willkommene Unterbrechung der elendigen Autobahnfahrt. Hinter Bozen ging es wieder auf die Autobahn bis zur Ausfahrt nach Lazise.
Nach der Ankunft im Hotel zog ich mir eine leichte Hose an und fuhr nach Lazise, einem Städtchen, das ich das letzte Mal vor 27 Jahren besuchte.
Abendstimmung in Lazise am Gardasee

Von dort ging es am nächsten Morgen über Florenz und Siena zum Monte Amiata in die Südtoscana.
Der Monte Amiata

Mit der nächsten Etappe begann meine eigentliche Tour durch Süditalien. Vom Monte Amiata ging es hinunter zum Monte Argentario. Auf den Weg dorthin fand mein Navi eine tolle Abkürzung über eine unbefestigte Strasse.
Schotterpiste in der Südtoscana

Einige Kilometer weiter wollte es mich wieder über eine solche Abkürzung jagen, doch ich verzichtet, denn dort fand gerade ein Endurorennen statt. Vom Monte Argentario aus
Ein kurzer Abstecher zum Monte Argentario

ging entlang der Küste bis zu meinem nächsten Hotel in Anzio, ca. 30 km südlich von Rom. Halb Rom war an diesem Sonntag mit den Scootern an den Stränden, denn das Wetter war toll. Am nächsten Tag folgte ich der Westküste und durchquerte Neapel, nicht ohne einen kurzen Abstecher auf den Vesuv zu machen. In den ersten engen Kehren musste ich feststellen, dass das Gripniveau in den Kurven sehr schlecht war. Nach einem heftigen Drift entschied ich mich, diese Strasse mit dem nötigem Respekt und einer sehr gemütlichen Fahrweise Rechnung zu tragen.
Oben angekommen herrschte auf dem Schotterparkplatz ein Chaos, so dass ich mich zur sofortigen Abfahrt entschlossen habe. In der Nähe des Observatoriums zweigt eine Strasse zu einem Aussichtspunkt ab, ich folgte der Sackgasse bis zum Aussichtspunkt. Von dort hatte ich einen tollen Blick über Neapel.
Blick vom Vesuv auf Neapel

Von dort ging es dann über die nervige Küstenstrasse nach Sorrent zu meinem Hotel in S.Agat sui Golfi. Hier hatte ich eine erste Doppelübernachtung und ich nutzte des freien Tag zu einem Besuch der Stadt Sorrent und einer Schwimmrunde im Hotelpool. Von dort hat man einen tollen Blick auf den Vesuv und die Städte Neapel und Sorrent.
Blick vom Hotel auf den Vesuv

Bei meinem Tagesausflug nach Sorrent konnte ich den Vesuv „rauchen“ sehen:
Der rauchende Vesuv

Am Dienstag, den 05.10. ging es dann noch weiter in den Süden. Direkt hinter S.Agata beginnt die Amalfi Küste mit Ihren malerischen Dörfern, die an den Felsen kleben. Über die kurvige Strasse quälen sich viele Reisebusse und Touristen, so dass kein wirklicher Fahrspass aufkommt.
Blick auf Amalfi

Hinter Salerno wird es dann sehr flach und bis zur Ortschaft Paestum gibt es auch nicht wirklich viel zu sehen. In Paestum befindet sich eine riesige alte Stadt mit Stadtmauer aus der griechischen und römischen Epoche, die man besichtigen kann.
Die Stadtmauer von Paestum

Griechischer Tempel in Paestum

Kurz hinter Paestum hatte ich genug von der Küste und bin in die Berge Richtung Vallo d. Luciania abgebogen. Endlich hatte ich die Strassen gefunden, die dem Motorradfahrer Spass machen. Kurve an Kurve, erfrischende Walddurchfahrten und kaum Verkehr!

Schöne Strecke bei Vallo d. Lucania

Erst bei Policastro erreicht ich wieder die Küste und gönnte mir an einer Strandbar ein belegtes Brötchen. Von dort ging es noch rund 30 km bis Castrocucco di Maratea, meinem südlichsten Anlaufpunkt auf der Tour. Dieser Strassenabschnitt ist geprägt zur eine tolle Strassenführung mit vielen Tunneln und amtemberaubenden Ausblicken auf kleine malerische Buchten.
Die tolle Küste bei Maratea

Auch hier hatte ich wieder eine Doppelübernachtung, so dass ich am nächsten Tag eine kleine Runde durch die näheren Berge und zur Madonna von Maratea gemacht habe. Vor der Auffahrt zur Madonna erkundete ich noch mit einem Rundgang die Altstadt des malerische Städtchen Maratea und egnoß ein Eis auf dem Hauptplatz.
Der Piazza de Maratea

Die Auffahrt zur Madonna ist wirklich atemberaubend, denn den italienischen Ingenieuren ist der Berg für die Kurven ausgegangen. Sie haben sich zu helfen gewußt und halt einige Brücken für die Kehren gebaut!
Eine Brücke für die Kehre!

Blick von der Madonna auf das Kurvengeschlängel das hinauf führt:
Kurvengeschlängel unterhalb der Madonna von Maratea

Oben auf dem Gipfel habe ich drei Biker aus Kanada (Toronto) getroffen!
Drei Kanadische Biker am Parkplatz bei der Madonna von Maratea

Von Maratea ging es eine“kurze“ Verbindungsetappe nach Matera, der Höhlenstadt. Ich fuhr also erst mal ein kleines Stück nach Süden (bis Scalea) und bog erst dann ab in Richtung Nordosten. So konnte ich auch noch die Provinz Calabrien bereisen und die tollen Strassen im Parco del Pollino kennenlernen.
Blick auf Papasidero in Calabrien

Nach einer recht langen Fahrzeit über kleinste Strassen erreicht ich die Ebene und Episcopia. Der Ort wäre sicherlich besonders zu erwähnen, aber mein Navi wusste eine tolle Abkürzung und führte mich auf eine schier endlose „nicht befestigte“ Strasse.

Zum Glück schaffte ich die Steigungen und gelangte dann wieder auf die Strasse nach Fardella.
Dieser Abschnitt bot augewaschene Steigungen und Schlammlöcher, wie man sieht:
Spuren der letzten Kilometer...

Von dort ging es wieder ins Tal und ich fuhr am Lago di Monte Cotungo entlang, dessen Wasser türkisblau glitzerte. Da meine Abenteurlust noch nicht aufgebraucht war, versuchte ich über Calobraro und Tursi gen Norden zu fahren. Nach einigen Mühen erreichte ich Colobraro, aber dort versperrte mir eine Baustelle die Weiterfahrt. Bei der Abfahrt verscheuchte ich wie bei der Auffahrt einige Schlangen von heißen Asphalt, die sich dort sonnten. Dann ging es weiter durch eine faszinierende Landschaft nach Matera.
Faszinierende, ausgetrocknete Landschaft bei Peschiera

Die Stadt Matera gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, bedingt durch das Zisternensystem (Regenwasserspeicherung) und die Höhlenwohnungen.
Matera, eine Stadt der Höhlenwohnungen

Toll war auch die Abendstimmung in dieser alten Stadt:
Abendstimmung in Matera

Auch mein Hotel befand sich in einer Höhle und gehörte zu den besten der Tour.
Abendessen im Höhlenhotel

Der nächste Tourabschnitt führte mich von Matera nach Vieste (Gargano) Nur die letzten 30 km haben wirklich Spass gemacht, denn erst ab Manfredonia ging es entlang der schönen Küstenstrasse nach Vieste.
Die Küstenstrasse am Gargano

Rast an der Küstenstrasse

Am kommenden Morgen überraschte mich ein starkes Unwetter mitten im Gargano. Eine gewaltige Gewitterfront hielt mich für fast 2 h in den Bergen gefangen. Es lag 10 cm Hagel auf der Strasse und die Blitze schlugen in meiner unmittelbaren Nähe ein.
Hagelschauer am Gragano

Ich stellte mich unter eine Brücke, dann setzte ich meine Fahrt fort, begleitet von sehr starken Seitenwinden. Die Schäden durch das Unwetter konnte ich live erleben. Mal war die Strasse abgesoffen und oder es lagen sehr viele Äste und Laub auf der Fahrbahn.
Müde von der anstregenden Fahrt überquerte ich von Campobasso den Gebirgszug Matese und gelangte so nach Piedimonte Matese.
Blick auf Piedimonte

Auch bei der Überquerung dieses Passes (Sella Perone 1257 m ü. NN) musste ich höllisch aufpassen. Die Temperatur war durch das Unwetter nahe 0° C und an den Kurvenrändern lag noch der Hagel unter den abgeschlagenen Blättern und Ästen.
Müde von der Fahrt erkundete ich noch am Nachmittag das Stadtzentrum von Piedimonte. Am nächsten Tag schien wieder die Sonne und ich machte einige Ausflüge ich die angrenzenden Berge. Bei jedem Höhenmeter merkte man die deutliche Abkühlung (bedingt durch das Unwetter vom Vortag) und die Berge hatten eine erste Schneehaube:
Tolle Strecke hinauf zum Lago del Matese

Am Lago del Matese machte ich nur eine kurze Pause, denn trotz des tollen Wetter waren die Temperaturen an diesem Gebirgssee deutlich unter 10° C!
Am Lago del Matese (ca. 1048 m ü. NN)

Ich beeilte mich auf dem Weg hinunter ins Tal und tourte noch etwas durch die Ebene. Von Dragoni fotographierte ich nochmal den Matese und Piedimonte:
Blick Dragoni auf Piedimonte und den Matese

Am nächsten Tag verließ ich Piedimonte und es ging zuerst über die S 158 Richtung Nordwesten. Schon nach wenigen Kilometern bog ich von der Hauptstrasse ab und fuhr die kurvenreichen, einsamen Strassen über Pozilli, Cerasuolo bis hinter Pizzone.
Einsame Strassen in den Monti della Meta

Kurvige Strassen führen durch die tolle Landschaft

Dort erreichte ich wieder die S 158 und am Beginn der Passstrasse nach Alfedena machte ich eine Pause an einer der ersten Kehren.
Blick zurück von den Kehren auf Pizzone

Ich ahnte zu diesem Zeitunkt noch nicht, das mir der schönste Teil der Tour noch bevor stand. Über den 1112 m ü. NN hohen Pass ging es nach Alfedena in den Nationalpark der Abbruzzen.
Blick auf Alfedena vom Pass aus

In schönen Kurven und Kehren ging es nun hinunter nach Alfedena, dort bog ich links ab von der S 158 auf S 83 in Richtung Barrea ab. Der nächste Pass (Colle d. Croce) mit 1164 m ü. NN stand an und führte mich bis zu Lago del Barea hinab.
Stop oberhalb des Lago del Berea

Entlang der Nordseite des Sees ging es nun in Richtung Scanno auf der S 479. Hinter dem See steigt die Strasse unaufhörlich an bis zum Passo Gudi auf 1564 m ü. NN.
Die S 479 steigt hinauf zur Passhöhe

Je näher ich an die Passhöge kam desto mehr Schnee lag am Strassenrand.
An der Passhöhe befindet sich ein kleines Skigebiet, das von Scanno aus mit einer Seilbahn erschlossen ist.
Kurz vor der Passhöhe

Hier oben hatte es am Sonntag heftig geschneit und der Pass war das erste Mal in diesem Winter mit Räumfahrzeugen gesäubert worden.
Auf der Abfahrt nach Scanno

Dann ging es hinunter durch Scanno zum Lago di Scanno. Ich Ort machte ich eine kurze Pause und genoß bei einer Tasse Capuccino eine örtliche Gebäckspezialität aus Blätterteig. Mein Hotel für die nächsten zwei Nächte lag auf einer kleinen Landzunge am südlichen Ende des Sees.
Abendstimmung am Lago di Scanno

Am nächsten Tag folgte ich dem Tip der Reception und fuhr durch die tolle Schlucht des Sagittario nach Salmona, mit einem kurzen Abstecher zum Bergdorf Castrovalva. Kurz vor dem Ort, zu dem eine atemberaubende Strasse mit vielen engen Kehren führt,
Schmale Bergstrasse nach Castrovalva

musste ich durch einen unbeleuchteten Tunnel fahren, der direkt unter der Ortschaft liegt.
Unbeleuchteter einspuriger Tunnel nach Castrovalva

Kurz darauf erreichte das kleine Dorf und schlenderte gemütlich durch die gepfegten Gassen.
Castrovalva

Von hier oben gab es zahlreiche tolle Ausblicke in das Tal des Sagittario und die angrenzende Bergwelt.
Blick von Castrovalva ins Tal des Sagittario

Dann ging die Fahrt weiter Richtung Salmona durch die romatische Schlucht des Sagittario. Salmona ist ein Oberzentrum der Region und dort war an diesem Tag Markt. Es herrschte ein heilloses Chaos in der Stadt und alle Bewohner der umliegenden Abruzzendörfer schienen sich hier und heute zu versammeln.
Markt in Salmona

Ich parkte direkt am Marktplatz und schlenderte entlang der Stände zum Aquädukt. Dort suchte ich mir ein Strassencafe und beobachtet das Treiben bei einem Erfrischungsgeträng.
Das Aquädukt von Salmona

Dann hieß es Abschied nehmen vom turbulenten Stadtleben und ich fuhr zurück durch die Schlucht zum Lago di Scanno.
Überbaute alte Brücke im Lago die Scanno

Auf den Rückweg bog ich kurz vorm See rechts ab und schaute mir noch das Dorf Villalago an. Wie alle Bergdörfer ging es über zahllose Treppen und Stufen zum höchsten Punkt des Ortes, dort stand der Burgfried.
Der Burgfried von Villalago

Auch von hier oben gibt es tolle Ausblicke ins Tal und auf die verschneiten Berge.
Blick von Villalago in die Schlucht des Sagittario

Blick von Villalago auf die Bergwelt

Auf dem Rückweg zum Hotel fuhr ich diemal an der östlichen Uferseite entlang. Dabei unterquerte ich eine kleine Kirche, die direkt oberhalb der Strasse auf einem eigens gebauten Strassentunnel thront.
Kleine Kirche mit eigenem Strassentunnel

Vielleicht ist dies die erste „Drive Through“ Kirche der Welt?!
Am nächsten Tag ging dann die Tour zurück zum Monte Amiata in der Südtoscana.
Herbststimmung am Monta Amiata

Auch hier hatte der Herbst Einzug gehalten und die Temperaturen deutlich abklingen lassen. Am Nachmittag ging es nochmal hinab ins Städtchen Castro del Piano zum Tanken und Getränkeeinkauf. Dabei durchquerte ich die Kastanienhaine des Monte Amiata. Dortwar die ERnet im vollen Gange. Die Strasse und besonders die engen Kurven waren voll mit hinuntergefallenen und zerquetschten Kastanien. In der dortigen Brauerei wird aus den Kastanien sogar ein Bier gebraut.
Vom Monte Amiata fuhr ich am nächsten Tag zur Levante Küst in den Badeort Sestri di Levante, wo ich mir ein kleines Hotel außerhalb des Touristenrummels ausgesucht hatte.
Die Fahrt dorthin wurde durch starke Seitenwinde zu einer sehr anstregenden Angelegenheit. daher verzichtete ich auf eine Abstecher nach Pisa und auch auf eine Besichtigung der Steinbrüche von Carara.
Am späten Nachmittag erkundete ich dann noch das Städtchen Sestri, das durch den dänischen Dichter Andersson berühmt wurde. Sestri liegt auf einer Halbinsel und besitzt zwei Buchten.
Die Bucht der Märchen bei Sestri di Levante

Die Bucht des Schweigens in Sestri Levante

Am nächsten Tag fuhr ich die 160 km nach Alessandria zum Autoreisezug, der mich zurück nach Neu-Isenburg brachte.
Warten auf den Autoreisezug in Alessandria

Von Neu Isenburg ging es am Sonntagmorgen, den 16.10.2011 bei 3° C zurück nach Ladenburg, wo ich erst mal das Eis von der Frontscheibe meines Autos kratzen musste.
Nach 4500 km in zwei Wochen stellte ich das Motorrad in der Garage ab und war froh, eine warme Dusche zuhause genießen zu können.
Für die schnelle Unterstützung die diesen Ersatzurlaub erst ermöglichte, möchte ich mich bei BMW Motorrad Mayer in MA-Friedrichsfeld (technischer Service), der Fa. Feelgood (Hotelbuchungen und Routenvorschläge) und Reifen Schuck bedanken.
fff demnächst.

1. Internationale Motorradausfahrt

Hallo,
wir waren von Freitag, den 27. bis Sonntag den 29.05.2011 auf unserer ersten mehrtägigen internationalen Ausfahrt in Luxemburg.

Teilnehmer der Ausfahrt
Teilnehmer der Ausfahrt

Wurde der eine oder andere Teilnehmer bei der Anreise noch geduscht, so zeigte sich das Wetter an den restlichen Tagen von seiner schönsten Seite. Am Freitag nachmittag stand eine kurze Auafhrt von 150 km auf dem Program. Vom Hotel Victor Hugo in Vianden ging es im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet bis Bollendorf und Prümzulay, um dann auf der deutschen Seite über Dahnen ins belgische Ouren zu führen. Südlich von Ouren stoppten wir am Dreiländereck vor dem Europadenkmal.

Europadenkmal
Europadenkmal

Zurück ging die Fahrt über kleinste Nebenstrassen nach Vianden.

Unterwegs auf Nebenstrecken
Unterwegs auf Nebenstrecken

Am Samstag ging es schon um 9:00 Uhr los. Trotz zahlreicher Radfahrer, die an einer radtouristischen Veranstaltung in Vianden teilnahmen, führte uns diese 300 km lange Tour durch die kurvenreiche Landschaft durch fast ganz Luxemburg.

Abseits der Hauptstrassen
Abseits der Hauptstrassen

Die Haupstadt wurde mit dem Vorort Walferdange kurz gestreift, von dort ging es über Nebenstrecken zum Müllertal

In der Luxemburger Schweiz
In der Luxemburger Schweiz

und wieder über Nebenstrecken nach Bourscheid.

Die Burg Bourscheid
Die Burg Bourscheid

Von dort fuhren wir über Goebelsmühle zurück nach Vianden.
Am Sonntag besichtigten wir die Baustelle M11 des PSW Vianden

Baustellenbesichtigung PSW Vianden
Baustellenbesichtigung PSW Vianden

und fuhren auf Landstrassen über Remich, Saargmünd, Biche, Ludwigswinkel und Speyer zurück nach Ladenburg. Wir trafen um 16:30 Uhr in Ladenburg ein und nutzten das schöne Wetter für einen gemütlichen Ausklang mit der Kartgruppe an der Benzgarage.