14. Internationale Motorradausfahrt

Am 03.09.2022 starteten 4 der 11 Teilnehmer der diesjährigen Ausfahrt von Ladenburg zum Zwischenziel nach St. Anton am Arlberg.

Am Sonntagmorgen starteten wir um 9:00 Uhr in Richtung Landeck und von dort ging es in Engadin. In Höhe von St. Moritz kamen uns etliche Oldtimer entgegen, die an einer Ausfahrt teilnahmen. Hinter St. Moritz stoppten wir am Silser See, einige genossen einen leckeren Apfelstrudel für 12,50€, tja, die Schweiz zeigte sich von ihrer besten Seite.

Kurz hinter dem Silser See beginnt der Majola Pass, der uns hinunter nach Italien und die warmen Täler Norditaliens führte. Am Nordende des Comer Sees bogen wir nach Osten in Richtung Sondrio ab, um bei Morbegno den Einstieg in den Passo San Marco zu nehmen. Auf der Passhöhe waren sehr viele lokale Motorradfahrer versammelt, nach dem obligatorischen Gipfelfoto ging es hinunter nach San Pellegrino die Terme ins Hotel Riposo, unserem Tourstützpunkt für die nächsten Tage.

Dort trafen auch die restlichen Teilnehmer ein, Heinrich und Martina aus Ancona, Peter und Elisabeth aus Oberboihingen und Hans und Bernd aus Mauer bzw. Heilbronn.


Nach dem Abendessen im Restaurant Tyrolese ging es am nächsten Tag um 9:30 Uhr los zur ersten Tour zum Lago Iseo (ca. 170 km). Es wurden zwei Gruppen gebildet, Günter übernahm die Führung der 2. Gruppe. Über unterschiedliche Routen erreichten beide Gruppen den Lago gegen 12:00 Uhr und trafen sich im Restaurant La Sirena in Tavernola Bergamasca. Für 12,50€ gab es hier ein 3 Gänge Menu mit Aussicht auf den Iseo See, ein echter Geheimtip.

Beide Gruppen nutzten auch unterschiedliche Routen für die Heimfahrt. Sarah, Christian,

Heinrich, Martina und Stefan entschieden sich für die kurvenreiche Rücktour und bogen in

Samico ab in Richtung Caffi, Von dort ging es über Grone nach Casazza, von dort nach

Cene, Nembro, Molino nach Braca und zurück nach San Pellegrino.

Eine Rast an einem Aussichtpunkt mit Madonna war eine willkommene Pause.

Es kam uns vor, als wenn die längste Gerade nicht länger als 1000m war….

Wir hatten ab diesem Abend in unserem Hotel Halbpension und wurden jeden Abend mit einem tollen 3-Gänge Menu verwöhnt.

Am Dienstag ging es für die 1. Gruppe von San Pellegrino die Terme hinauf zum Passo San Marco, da es ein Wochentag war, nutzen kaum andere Biker den Pass. So erreichten wir in ca. 40 min die Passhöhe und es blieb Zeit für das Gipfelfoto:

Die 2. Gruppe fur zum Südende des Comer Sees für einen Badetag.

Nach der langen Abfahrt hinunter nach Morbegno hielten wir uns in Richtung Westen und erreichten das westliche Seeufer des Comer Sees. Hier holte uns der Massentourismus ein und es ging nur langsam entlang des Seeufers in Richtung Süden durch die Ortschaften.

In Menaggio stoppten wir und ergatterten 2 Tische in einem Cafe. Nach der Pause verabschiedeten sich Heinrich und Martina, sie mussten zurück nach Ancona. Sarah, Christian und Stefan fuhren weiter zum Fähranleger in Griante und nutzen die Fähre nach Bellagio.

Von Bellagio ging es über Lecco und Ponte di Attone zurück nach San Pellegrino di Terme. Die Ortsdurchfahrten erfolgten teilweise in Tunneln die uns zügig durch das Stadtzentrum von Lecco führten. Doch viele Ampeln und Temperaturen kurz unterhalb von 30 Grad sorgten für eine anstrengende Rückfahrt. Im Hotel trafen sich beide Gruppen wieder und berichteten von den gegenseitigen Erlebnissen.

Am Mittwoch ging es kurz in Richtung Norden und in San Giovanni Blanco bogen wir auf die kleine Strasse SP25 in Richtung Val Taleggio ab. Wir folgten der kleinen Strasse bis Mezzacca und von dort Ballabio, Lecce an das östliche Ufer des Comer Sees. Wir erreichten unser Ziel das Moto Guzzi Werk in Madello die Lago gegen Mittag, leider konnte man das Werk und auch nicht das Museum besichtigen, obwohl ein Guzzi Treffen stattfand. Also nutzen wir die Gelegenheit einige Fotos zu machen:

Beim Versuch die Uferstrasse in Richtung Norden zu fahren begann es stark zu regnen, also drehten wir um und fuhren wieder in Richtung Lecce.

An einem Parkplatz konnten wir noch einige Fotos vom Lago di Como schießen:

Für die Rückfahrt fuhren wir über Lecco nach Torre de Busi und von dort über den schönen Passo di Valclava in Richtung San Pellegrino die Terme:

Donnerstag:

Wir warteten den Regenschauer am Morgen ab und fuhren gegen 11;30 Uhr auf die kürzeste Tour der Woche, die knapp unter 100 km aufweist. Wir fuhren über eine Nebenstrecke zum Passo Zamba und Passo della Crocetta. In Dossena machten wir kurze Rast, als wir südlich von Ponte Nossa die Talsohle erreichten, bogen wir in Richtung Süden ab und folgten der SS 671 bis Gazzaniga. Das Navi führte uns über einen steilen, engen Weg (Betonfahrbahn bestehend aus zwei betonierten Reifenspuren und Kieselsteinen dazwischen) zur SP41. Tatsächlich kamen uns auf dem schmalen Weg noch 2 Autos und ein Quad entgegen.

Die SP 41 führte uns über den Passo Ganda zurück in Richtung Bracca und San Pellegrino di Terme. In einem Bergdorf nutzen wir die die Gelegenheit zum Fotostop an einer Kirche und genossen das tolle Bergpanorama.

Freitag:

Am Freitag starten Sarah, Christian, Kai und Stefan die Heimreise in leichtem Regen. Wetterbedingt ging es daher nicht über den San Marco Pass sondern über Lecce und die Tunnel auf der östlichen Seite des Comer Sees in Richtung Maloja Pass. Die Wetterprognosen drohten mit kräftigen Regenfällen im Engadin ab der Mittagszeit, doch wir gelangten trocken bis zu unserem Hotel Weisseespitze im Kaunertal. Eine Viertelstunde nach unserer Ankunft begann es stark zu regnen.

Samstag:

Begleitet von Schauern erreichten die vier Biker gegen 16:00 Uhr Ladenburg und konnten auch noch das Altstadtfest besuchen.

Insgesamt wurden ca. 25.000 km von den Teilnehmern unfallfrei gefahren, die Anzahl der Kurven und Höhenmeter konnten wir gar nicht zählen. Alle Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste Ausfahrt, als Zielgebiet wurde Luxemburg gewählt. Für die Internationale Motorradausfahrt des MSC bedeutet es „back to the roots“, denn die erste Ausfahrt vor 14 Jahren führte uns ebenfalls nach Luxemburg.


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